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Geschichte

Die Landesberufsschule Bruneck - Das Berufsbildungszentrum Bruneck

gestern

Die Geschichte der Landesberufsschule Bruneck beginnt 1950 mit je einem Fortbildungskurs in der gewerblichen und in der kaufmännischen Abteilung. 4 Mechaniker, 4 Weber, 2 Schmiede und 1 Tischler und 13 Schüler aus dem kaufmännischen Beruf drücken vom 20. November 1950 bis 15 Mai 1951 die Schulbank. Im ersten Schuljahr gibt es 24 Schüler und 6 Lehrer.

Mit 63 Schülern und zwei Klassen beginnt dann 1951 der Unterricht für das Metallhandwerk und 1952 der Unterricht für die Elektrikerlehrlinge.

1953 werden erstmals Zimmerer unterrichtet. Das Durchschnittsalter der "Lehrlinge" beträgt 25 Jahre.

Untergerbacht sind die Berufsschulklassen lange Jahre behelfsmäßig in verschiedenen Gebäuden, so zum Beispiel im Kolpinghaus und in der alten Musikschule neben dem Widum.

1962/63 wurde der so genannte Altbau errichtet, bei dessen Grundsteinlegung am 22. Juli 1962 beschlossen wurde, dass die Berufsschule die Bezeichnung "Michael-Pacher-Schule" tragen sollte.

Von 1963 bis 1974 gibt es an der Berufsschule Bruneck keine Zimmerer mehr. Sie kommen nach Bozen und von dort wegen Schülermangels nach Innsbruck. Erst im Schuljahr 1974/75 beginnt man in Bruneck wieder mit dem Unterricht für 20 Zimmererlehrlinge.

Ab 1956 gibt es auch Malerklassen in Bruneck, sie werden dann 1974 zu Blockkursen nach Schlanders verlegt.

Mit dem Schuljahr 1960/61 wird eine Klasse für Bäcker eröffnet, im folgenden Jahr kommen die Konditoren dazu. Auch für die Fleischhauer besteht die Möglichkeit, in Bruneck unterrichtet zu werden. Nach der Fertigstellung der gastgewerblichen Berufsschule in Brixen übersiedeln die Lehrlinge dieser drei Berufsgruppen dorthin.

Ab 1964 gibt es dann zwei Kfz-Mechaniker-Klassen und von 1974 bis 1977 werden sogar die Kaminkehrer in Bruneck unterrichtet.

1968 wir ein zweijähriger Kurs für Betriebselektriker eingerichtet. Dieser Kurs war 1967 in Brixen ins Leben gerufen worden und nach einem Jahr nach Bruneck verlegt worden. Mit dem Schuljahr 1986/87 wird der Kurs in eine dreijährige Fachschule für Elektriker umgewandelt.

Ab Jänner 1973 wird in der Berufsschule Bruneck eine Werkstätte für Behinderte eingerichtet.

Im Dezember 1973 wird in St. Jakob/Ahrntal vom damaligen Direktor Dr. Hans Rubner ein Kurs für Schnitzer eingerichtet, der sich zu einer dreijährigen Fachschule weiterentwickelt.

Ab 1983 entstehen der Reihe nach einjährige Grundlehrgänge für das Handwerk, für Handel Verwaltung, Schönheitspflege und Bekleidung und für das Gastgewerbe. Letztere wurden aus logistischen Gründen in Sand in Taufers, Welsberg und Pikolein geführt und zu Biennien weiterentwickelt.

Im Schuljahr 2004/05 kann das neue Gebäude ("Huber-Gebäude") in der Dietenheimer Straße in Bruneck bezogen werden und mit der Hotelfachschule ein attraktives Ausbildungsangebot für Berufe im Gastgewerbe angeboten werden. Im Juli 2008/09 schließen die ersten Absolventen der Hotelfachschule ihre 5jährige Ausbildung mit der staatlichen Abschlussprüfung ab.

Im Jänner 2007 wird nach einer mehrjärigen Bauphase und einer Aussiedelung von Klassen und Werkstatträumen der neue Westtrakt am Hauptsitz bezogen. Neue, modern ausgestattete Werkstätten, Labors und Theorieräume bieten nun Platz für alle Schüler, so dass die Außenstellen im Gewerbegebiet aufgelassen werden können. Eine Tiefgarage löst nun auch das leidige Parkplatzproblem.

Um dem breitgefächerten Bildungsangebot der Schule auch in der Namensgebung gerecht zu werden, beschließt die Landesregierung im Mai 2009 die Umbenennung zum "Berufsbildungszentrum Bruneck". Im Schuljahr 2009/10 tritt die Schule erstmals unter dem Namen "Berufsbildungszentrum Bruneck - Berufsschule, Hotelfachschule, Berufliche Weiterbildung" auf.

heute

Heute ist die Landesberufsschule eine der größten des Landes. Im Schuljahr 2009/10 sind an die 1500 Schülerinnen und Schüler in den verschiedenen Fachrichtungen eingeschrieben und das Lehrerkollegium umfasst mittlerweile 175 Lehrpersonen.

Lag das Hauptaugenmerk der Berufsschulen unseres Landes lange Jahre ausschließlich auf der Lehrlingsausbildung, so ist das Ausbildungsangebot heute recht facettenreich. Es gilt zunächst einmal die Berufsgrundstufe zu nennen, die aus den ehemaligen Grundlehrgängen entstanden ist. Mittelschulabgänger haben die Möglichkeit, das 9. Pflichtschuljahr in der Berufsgrundstufe zu absolvieren. Darauf aufbauend gibt es die Berufsfachschulen und als Abrundung der Ausbildung werden in einigen Bereichen Spezialisierungen angeboten.

An die Berufsgrundstufe angeschlossen werden kann auch eine Lehre in den verschiedensten Berufen, entweder im Blockunterricht oder mit einem Berufsschultag pro Woche.

Die fünfjährige Ausbildung zur/zum Hotelkauffrau/Hotelkaufmann schließt mit der staatlichen Abschlussprüfung ab.

Nach wie vor gibt es den Kurs für Berufsfindung und die Anlehre, eine Chance für junge Menschen mit Behinderung in einem Berufszweig Fuß zu fassen.

morgen

Die berufliche Ausbildung an der Berufsschule wird künftig auch den Weg zur staatlichen Abschlussprüfung vorsehen und damit auch den Zugang zur Hochschule eröffnen.

Das Berufsbildungszentrum Bruneck ist weiter im Ausbau begriffen. In den kommenden Jahren wird in der Schulzone in Bruneck der Neubau für die Hotelfachschule entstehen.

Die Pioniere der Berufsschule

  • Sepp Prader, Lehrer und Kursleiter in den ersten drei Jahren der Berufsschule
  • Eduard Auer, Fachlehrer für Metallberufe und langjähriger Direktor. Unter ihm wurde die Berufsschule erbaut.
  • Tischlermeister Herbert Dolezal
  • Ernst Mariner, Bezirksobmann für das Handwerk Anfang der 50er Jahre

Die Direktoren der Berufsschule Bruneck

  • Sepp Prader      von 1950 bis 1953 (Kursleiter)
  • Eduard Auer      von 1953 bis 1966
  • Dr. Hans Rubner      von 1966 bis 1973
  • Adolf Unterpertinger      von 1973 bis 1977
  • Anton Oberkofler      von 1977 bis 1978
  • Dr. Hubert Rubner      von 1978 bis 1995
  • Leonhard Niedermair      von 1995 bis 2007
  • Dr. Sigfried Steinmair      seit 2007

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